Rhabarber-Tarte mit Ziegenkäse: Cannabis-Frühlingsrezept mit Solodiol 1:1
Wenn die ersten warmen Tage kommen, verändert sich auch die Küche. Die Aromen werden klarer, leichter, frischer – aber nicht beliebig. Diese Rhabarber-Tarte mit Ziegenkäse, Rosmarin und Cannabis greift genau diesen Moment auf: säuerlich, cremig, ruhig.
Rezept & Text: André Philip Schneider
Was diese Rhabarber-Tarte mit Cannabis besonders macht
Säuerlicher Rhabarber trifft auf cremigen Ziegenkäse. Rosmarin bringt Struktur und Duft. Der Blätterteig sorgt für Leichtigkeit – und mit der Sorte Solodiol 1:1 entsteht ein Gericht, das nicht drückt, sondern begleitet.
Solodiol 1:1 hat ein ausgeglichenes Verhältnis von THC und CBD. Genau diese Balance spiegelt sich auch aromatisch wider. Die Sorte wirkt nicht laut, sondern verbindend: leicht kräutrig, sanft erdig, mit einer feinen Frische im Hintergrund. Sie greift den Rosmarin auf, unterstützt die Tiefe des Ziegenkäses und lässt dem Rhabarber seine lebendige Säure.
So entsteht kein Kontrast, sondern ein ruhiger Fluss im Geschmack – alles wirkt verbunden, nichts sticht heraus.
Cannabis als Zutat: ohne Öl, ohne Extraktion
Für dieses Rezept werden bereits decarboxylierte Blüten verwendet. Sie werden fein zerkleinert und direkt in die Füllung eingearbeitet. Kein Öl, keine Extraktion – bewusst reduziert auf das Wesentliche.
Wenn du Solodiol noch nicht decarboxyliert hast, hol das vorher nach – sonst bleibt das THC inaktiv. Wie das genau funktioniert, erklären wir in unserem Beitrag zur Decarboxylierung von Cannabis.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 Rolle Blätterteig (Kühlregal)
- 250 g Rhabarber, geputzt und in Stücke geschnitten
- 150 g Ziegenfrischkäse
- 80–100 g Crème fraîche
- 1 Ei
- 1–2 TL Honig
- 1 TL fein gehackter Rosmarin
- 0,3–0,5 g decarboxylierte Solodiol 1:1 Blüten
- Prise Salz
Für das Finish:
- etwas Zitronenzeste
- ein wenig Honig
- optional: frischer Rosmarin
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Tarte-Boden vorbereiten
Den Blätterteig ausrollen, die Ränder leicht einschlagen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. So bleibt der Boden beim Backen flach und gleichmäßig.
2. Füllung anrühren
Ziegenkäse, Crème fraîche, Ei, Honig, Rosmarin, Salz und die fein zerkleinerten Solodiol-Blüten in einer Schüssel verrühren. Wichtig: Die Blüten gleichmäßig in die Füllung einarbeiten, damit jedes Stück Tarte später dieselbe Wirkstoffmenge enthält.
3. Belegen und backen
Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Rhabarber darauf verteilen. Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für 25–30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und die Füllung fest ist.
4. Finish
Die fertige Tarte mit etwas Honig abrunden, Zitronenzeste darüber geben und optional mit frischem Rosmarin verfeinern. Lauwarm servieren.
Hinweis zur Dosierung mit Solodiol 1:1
Bei der Verwendung von Cannabis in Speisen gilt: weniger ist mehr. Arbeite mit kleinen Mengen und verteile sie gleichmäßig über das gesamte Gericht. Die Wirkung setzt verzögert ein, hält dafür länger an und wird oft als körperlicher und intensiver wahrgenommen als gerauchtes Cannabis.
Für eine Sorte wie Solodiol 1:1 mit ausgeglichenem THC/CBD-Verhältnis kannst du dich grob an folgendem Rahmen orientieren:
- 0,03–0,06 g pro Portion als milder Einstieg
- 0,07–0,1 g pro Portion für eine spürbarere, aber noch angenehme Wirkung
Das Ganze hängt natürlich stark von der individuellen Toleranz und der tatsächlichen Potenz der Blüten ab. Im Zweifel lieber niedriger ansetzen – nachlegen ist bei Speisen nicht so einfach, aber ein zu starkes Erlebnis lässt sich kaum zurücknehmen.
Mehr Hintergrund zur Berechnung steht im Beitrag Cannabis Dosierung bei Edibles.
Sorten-Variation: Spritzer für mehr Frische
Wer es heller und frischer mag, kann statt Solodiol 1:1 die Sorte Spritzer wählen. Die Rhabarber-Tarte bekommt dadurch eine lebendigere, fast spritzige Note – die Säure des Rhabarbers tritt stärker hervor, das Gesamtbild wirkt leichter und sommerlicher.
Das Rezept bleibt gleich, der Charakter verschiebt sich: von ruhig und rund hin zu frisch und vibrierend. Eine ausgeglichene 1:1-Genetik wirkt eher sanft und körperlich eingebettet, während zitrusbetonte, aktivere Sorten das Erlebnis klarer und etwas lebendiger erscheinen lassen.
Genau darin liegt der Reiz: Mit derselben Tarte entsteht – allein durch die Wahl der Blüte – jedes Mal ein neues Zusammenspiel.
Hinweis: Ausschließlich für den persönlichen Eigenkonsum
Dieser Beitrag richtet sich an volljährige Personen, die nach § 9 KCanG bis zu drei Cannabispflanzen für den eigenen Bedarf anbauen. Die rechtliche Bewertung der Verarbeitung von Cannabis – etwa zu Cannabisbutter, infundierten Ölen oder Tinkturen – ist auch im Eigenanbau-Kontext nicht abschließend geklärt.
Eindeutig nicht erlaubt ist:
- die Weitergabe von Cannabis oder daraus hergestellten Speisen an Dritte – auch unentgeltlich, auch im Familien- und Freundeskreis
- die Bewirtung anderer Personen mit infundierten Speisen
- jeder Konsum durch Personen unter 18 Jahren
Wer Inhalte aus diesem Beitrag praktisch umsetzt, tut dies in eigener Verantwortung. Rechtliche Grundlage: Konsumcannabisgesetz (KCanG).
Fazit: Eine ruhige Komposition
Ein einfacher Aufbau, wenig Technik – doch durch das Zusammenspiel von Blätterteig, Rhabarber, Ziegenkäse, Rosmarin und der sanften Balance von Solodiol 1:1 entsteht etwas, das sich selbstverständlich anfühlt: kein Effektgericht, sondern eine ruhige, aromatische Komposition.
Wie ein warmer, mediterraner Abend, wenn noch Licht auf dem Tisch liegt, Kräuter in der Luft stehen und mit jedem Bissen ein Stück dieser entspannten Stimmung mitschwingt.
Wer mehr über Andres Zugang zur Cannabisküche erfahren möchte, findet im Beitrag High Cuisine kochen mit Cannabis ein ausführliches Portrait.
Viel Spaß beim Nachkochen.
Euer André

